Warum Sachsen immer noch einen König hat und wie die Wettiner im Mittelalter eine Familiendynastie aufbauten

Mai 31

Werbung* König Stanislaw und seine Wettiner Vorgänger Hallo Lässige(r), ich sitze vorm Fernseher und sehe mir die lokalen Nachrichten an. Es spricht unser Ministerpräsident Stanislaw Tillich. In unserer Familie nennen wir ihn nur König Stanislaw – so wie die beiden Ministerpräsidenten vor ihm auch: König Georg und König Kurt. Vor über 100 Jahren gab es schon mal einen König Georg. 1902 bis 1904 war das. Sachsen war früher ein Königreich. Auch wenn heute Ministerpräsidenten regieren – einmal Königreich, immer Königreich. Im Mittelalter gab es in Sachsen noch keine Könige. Damals herrschte in Thüringen, Sachsen und großen Teilen von Sachsen-Anhalt eine Familiendynastie: die Wettiner. Herrschaftliche Familiennamen Ich finde, Wettin ist ein sonderbarer Familienname. Andere Nachnamen haben eine Bedeutung, klingen logisch und machen Sinn. Obwohl ich nie ein Mädchen war, heiße ich mit Mädchennamen Müller. Wahrscheinlich, weil meine Vorfahren von Beruf Müller waren. Genau kann ich das natürlich nicht sagen und wenn es bei Ahnenforschung nur nach Familiennamen ginge, müsste in Deutschland fünfzig Prozent der Bevölkerung Müller als Vorfahren haben. Ein Freund sagte mal zu mir: „In Deutschland ist Müller kein Name sondern ein Sammelbegriff.“ Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr glaube ich, dass er Recht hat . Wie dem auch sei, die Wettiner können nicht auf einen Beruf als Ursprung ihres Namens zurück greifen. Bei mittelalterlichen Herrscher-Dynastien erinnern die Familiennamen oft an einen berühmten Ahnen. Bei den Karolingern an Karl den Großen, bei den Ottonen an Otto dem Großen. Aber auch in dieses Schema passt der Name Wettin nicht rein. Einen Wettin den Großen hat es nämlich nie gegeben. Die Wettiner verdanken ihren Namen vielmehr einer Burg, die sie sich Anfang des 11. Jahrhunderts unter den Nagel gerissen hatten: und zwar der Burg Wettin, nordöstlich von Halle an der Saale, im heutigen Sachsen-Anhalt gelegen. Doch wie kamen die Wettiner zu ihrer Burg? Mittelalterliche Politik und wie die Wettiner dadurch zu ihrer Burg kamen Als die Wettiner noch keine Wettiner waren, hatten sie keinen Nachnamen, nur Vornamen mit lateinische Nummern. In ihrer Ahnenreihe findet sich beispielsweise ein Dietrich I. Wahrscheinlich war Dietrich der Sohn eines schwäbischen Herzogs und einer Frau aus einem Harzer Adelsgeschlecht. Aber so ganz genau weiß das heute keiner mehr. Die, die es wissen könnten, sind längst...

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Besuch auf Burg Kriebstein

Jun 16

Hallo Lässige(r), viele sagen, sie sei Sachsens schönste Ritterburg: Burg Kriebstein. Für uns ist sie heute Schauplatz einer weiteren Kurzgeschichte. Meine Ritter-Kurzgeschichte über Kriebstein Der tapfere Ritter war auf seinem treuen Ross unterwegs. Sie galoppieren an der Zschopau entlang. Das Ross, früher ein stolzer Galopper, war nur noch ein alter Gaul. Es schwitzte wie Sau und brauchte eine Herberge. „Dort mein treues Ross“, sagte der Ritter und zeigte auf eine Burg. „Das ist Kriebstein, dort bekommst Du Quartier und ein Bier. Ich werde derweil den Drachen besiegen.“ Die beiden erreichten mit Mühe und Not die Burg. Der Gaul bekam sein Bier und sie gingen wieder vor vier. Sie wollten pünktlich zum Sandmann wieder zu Hause sein. Jetzt mal im Ernst So, und jetzt mal im Ernst. Kriebstein lohnt einen Besuch. Wir waren schon mehrere Male dort. Zuletzt im Mai 2013 zum Ritterfest. Von da sind auch die Fotos. Die Burganlage ist im spätgotischen Stil erhalten geblieben. Sie beinhaltet ein interessantes Museum. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Kriebstein kann übrigens auch für Hochzeiten gemietet werden. Wer also noch nicht unter der Haube ist… Beste Grüße, dombim, der alte Ackergaul und sein Ritter Teilen Wenn Du denkst, diese Kurzgeschichte lohn sich zu teilen, dann tue es einfach. Ich würde mich freuen. Also drück den Facebook-Knopf!...

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