Antalya – zurück im Westen

Nov 02

Antalya
Hallo Lässige(r),

diesen Sommer verbrachte ich mit Frau und Kind einen tollen Urlaub in der Türkei. Wir besuchten eine Woche lang den kurdischen Teil im Osten des Landes. Danach flogen wir nach Antalya ans Mittelmeer. Dort genossen wir Strand, Sonnenbrand und coole Drinks. Und zwischendurch erkundeten wir noch Stadt und Gegend. Ganz schön stressig. 😉

Von diesem tollen Urlaub gibt es so viel zu berichten, dass ich eine fünfteilige Artikelserie geschrieben habe. Heute ist der vierte Teil an der Reihe. Es geht um Antalya.

Hier eine Übersicht über meine Urlaubsberichte:

  1. Die Türkei, Gegensätze wohin das Auge blickt
  2. Diyarbakir, heimliche Hauptstadt der Kurden
  3. Mardin, das Tor nach Mesopotamien
  4. Antalya, Touristenmetropole der Türkei
  5. Ein Ausflug in die Antiken Städte Perge, Aspendos und Side
Antalya - Mittelmeer und Taurus-Gebirge

Antalya – liegt am Mittelmeer und am Fuße des Taurus-Gebirges, welches Du hier im Hintergrund siehst. Die Gipfel des Taurus liegen teilweise über 3.000 Meter.

Warum Antalya völlig anders als der Osten ist

Die Millionenstadt Antalya unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von den kurdischen Regionen im Osten, die wir vorher besuchten.

Das liegt vor allem am boomenden Tourismus der Mittelmeerstadt, der viel Geld in die städtischen Kassen spült. Antalya ist sozusagen das neue Mallorca.

Zudem gilt die Region auch als Kornkammer der Türkei und ist ein großes Anbaugebiet für Baumwolle. All dies spült zusätzliches Geld in die Kassen.

Die Unterschiede zu Kurdistan erkennst Du schon am Flughafen. In der Hauptsaison starten und landen hier genau so viele Flugzeuge wie in den beiden Flughäfen der Metropole Istanbul. Der Flughafen ist größer, moderner und einfach anders.

Vom Flughafen aus fuhren wir mit einem Taxi in die Stadt. Und auch hier merkten wir gleich einen Unterschied: der Verkehr war eindeutig geregelter. Bei roten Ampeln wurde sogar angehalten. Die Autos waren moderner, meist ohne Risse in der Windschutzscheibe und die Fahrt war teurer.

Und dann war da noch ein Unterschied: wir waren jetzt unter Türken – nicht mehr unter Kurden. Unser Flughafen-Taxi teilten wir uns mit zwei freundlichen Türken aus Düsseldorf. Als wir erzählten, dass wir in Diyarbakir waren, kam nur ein abfälliges „aha, bei den Kurden“.

Natürlich gibt es in Antalya nicht nur Türken. Die zweitgrößte Volksgruppe in der Stadt sind deutsche Rentner, gefolgt von Russen und Engländern.

Stadtrundgang

Unser Hotel überzeugte mit einer tollen Lage oberhalb des alten Hafens. Wir wohnten mitten in der historischen Altstadt mit ihren kleinen, engen Gassen.

Die Gassen führen vorbei an vielen kleinen Läden. Meistens Klamotten-Läden. Die Ladenbesitzer stehen auf der Straße und gehen ihrem Handwerk nach: Touristen bequatschen.

Mit einem fünfjährigen Jungen, der total auf Fußball steht, bist Du da echt arm dran! Unser Junge besitzt nun fünf verschiedene Fußball-Trikots.

  • Bayern München – Thomas Müller
  • Red Bull Leipzig (ok, das hatte er schon vorher)
  • Deutsche Nationalmannschaft – mit eigenem Namen
  • Deutsche Nationalmannschaft – Manuel Neuer
  • Brasilien – (hatte er auch schon vorher, wird aber seit dem WM-Halbfinale nicht mehr angezogen)

Doch genieße nun ein paar Eindrücke der Altstadt:

Händlergassen in der Innenstadt

Da sind sie, die Händlergassen in der Innenstadt, die einem das Geld magisch aus den Taschen ziehen.

Hadrians Tor

Das ist das Hadrian-Tor vom alten Kaiser.

Alter Hafen von Antalya

Der alte Hafen von Antalya. Von hieraus kannst Du Bootstouren starten. Ebenfalls eine Touri-Falle: Du bezahlst 120 Minuten und bist nach 90 wieder zurück. Zum Glück gab es keine Lama-Decken.

Das Aquarium

Nett ist auch das riesige Aquarium mit dem weltweit größten Unterwassertunnel. Nur die Preise hier sind echt gesalzen! Die Auswahl der Fische ist zudem etwas beschränkt. Aber der Tunnel, der Tunnel ist am Längsten!

Ein kurzer Ausflug in die Geschichte

In Antalya gibt es zudem ein tolles archäologisches Museum. Die Ausstellung beinhaltet steinzeitliche Funde, behandelt die Antike und reicht bis in die heutigen Zeit. Dabei erzählt sie die Geschichte der Region. Wirklich sehr interessant und kurzweilig.

Ihren Höhepunkt hatte die Stadt in der Antike. Antalya lag mitten im Zentrum des Römischen Reiches. Wirtschaftlich blühte das Land so vor 2.000 Jahren richtig auf. Direkte Grenzen zu feindlichen Völkern gab es nicht und somit nur sehr wenige Konflikte. Die Ernten waren gut und die Händler wussten ihre strategisch günstige Lage am Mittelmeer zu nutzen.

Und wenn Dir jetzt innerlich warm ums Herz wird, weil Geschichte schon in der Schule Dein Lieblingsfach gewesen ist, dann habe ich eine gute Nachricht für Dich. In meinem nächsten Artikel schreibe ich über unseren Besuch in den antiken Städten Perge, Aspendos und Side. Sei gespannt!

Beste Grüße,
Dombim

Urlaubsgruesse

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