Die 10 besten Fotos vom Leipziger Zoo 2014

Dez 07

Hallo Lässige(r), ich liebe Tiere – und das nicht nur auf dem Teller. Früher hatte ich einen Wellensittich. Sein Name war Ramses. Mein Onkel hatte ihn einst auf dem Parkplatz vor seinem Büro gefunden. Vielleicht war er zu lange allein in freier Wildbahn und wurde deswegen ein wenig verrückt. Jedenfalls machte er immer so komische Dinge! Er schlief beispielsweise nie auf seiner Stange – stattdessen hing er im Schlaf an der Decke seines Käfigs. Völlig unmotiviert! Nachts viel er spontan von der Käfigdecke, schlug auf den Boden auf und machte einen Höllenlärm. Dann musste ich immer aus meinem Bett aufstehen und den Lichtschalter anknipsen. Erst da beruhigte er sich, kletterte die Käfigwand hoch und hing sich wieder auf. Mein Klettervogel war nicht nur verrückt, sondern auch flugfaul. Wir waren ein super Team! Heute habe ich Fische. Fische sind schön und entspannend. Aber sie sind keine richtigen Haustiere! Für richtige Tiere nutze ich regelmäßig meine Jahreskarte vom Leipziger Zoo. Leider ist die Tierpark-Saison nun auch schon wieder vorbei. Aus diesem Grund zeige ich Dir heute meine 10 Lieblingsfotos des vergangenen Jahres. Viel Spaß. Was ist Dein Lieblingszoo? Was ist Dein Lieblingszoo und warum? Was gefällt Dir an Deinem Zoo am Besten? Hinterlasse doch einen Kommentar, ich bin gespannt. Beste Grüße,...

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Schandmäulchens Abenteuer – damit machst Du Deinem Kind mit Sicherheit eine Freude

Nov 23

Hallo Lässige(r), nicht mehr lange und Weihnachten steht schon wieder vor der Tür! Weihnachten ist ja nicht nur das Fest der Liebe, sondern auch das Fest der Musik. Irgendwie. Ich liebe Musik. Wenn ich mit guter Laune alleine im Auto fahre, ist das Radio voll aufgedreht und ich singe lauthals mit. Das war bereits früher bei mir so. Als Jugendlicher habe ich unter der Dusche gegrölt und der Duschkopf war mein Mikrofon. Aber meine Geschwister beschwerten sich und meine Mutter hat es mir dann verboten. Eine meiner Lieblingsbands war und ist Schandmaul. Die Mitglieder von Schandmaul sind gerade im besten zeugungsfähigen Alter. Und so kommt es, dass sie ganz viele Kinder haben. Dies wiederum war für sie Anlass genug, eine Kinder-CD zu produzieren. Das Ergebnis nennt sich Schandmäulchens Abenteuer und ich habe es gekauft! Und ich nehme es gleich vorweg: Es war die richtige Entscheidung. Mein Sohn, mittlerweile fünf Jahre alt, liebt die CD. Aus diesem Grund werde ich jetzt und hier Werbung dafür machen. Schließlich steht Weihnachten vor der Tür. Und bevor Dein Kind wieder etwas Unnützes wie Computerspiele oder Spielsachen in Form von Handfeuerwaffen bekommt, schenke ihm etwas Sinnvolles! Eine Geschichte zum Hören und Mitlesen über eine abenteuerliche Reise, Begegnungen mit lustigen Zauberern, singenden Feen und kreischenden Hexen. Eine CD mit Kinderliedern im Folkrock-Stil zum Mitsingen. Ein Geschichtenbuch und ein Notenbuch zum Nachspielen. Ich finde es toll. Danke Schandmaul! Und hier kannst Du es bestellen (klicke aufs Buch): Wenn Du „Schandmäulchens Abenteuer“ auch toll findest, dann teile diesen Artikel doch in Deinen sozialen Netzwerken! Beste Grüße,...

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Perge, Aspendos, Side – Mit dem Bus in die Römerzeit

Nov 16

Hallo Lässige(r), Urlaub ist doch eine tolle Erfindung! Ich liebe Urlaub – aber wer tut das nicht? Dieses Jahr besuchte ich mit meiner Familien die Türkei. Zum ersten Mal. Die Reise war ein ziemliches Abenteuer – vor allem, weil meine Frau schreckliche Flugangst hat. Aber sie war tapfer und hat die Flüge super gemeistert. Über unsere Reise habe ich fünf Blogartikel geschrieben. Heute ist der letzte Artikel an der Reihe. Es geht um unseren Ausflug in die türkische Antike, die römisch war. Hier nochmal alle Teile meiner Urlaubsserie im Überblick: Die Türkei – das Land der Gegensätze Unser Ausflug nach Kurdistan – Diyarbakir Unser Ausflug nach Kurdistan – Mardin Antalya, eine völlig andere Seite des Landes Unser Ausflug in die Antike Also ab in die Antike. Auf geht’s und viel Spaß! Mit dem Fahrstuhl in die Römerzeit Zu Hause im Schrank liegt ein Buch mit dem Titel „Mit dem Fahrstuhl in die Römerzeit“. So ähnlich kam ich mir an diesem Urlaubstag vor. Nur das unser Fahrstuhl ein Bus war. Mit dem Fahrstuhlbus besuchten wir die antiken Städte Perge, Aspendos und Side. Ok, von Perge besuchten wir nur die Ruinen. Von Aspendos nur das Theater. Aber Side – Side gibt es wirklich noch als Stadt. Die Ruinen und Städte liegen alle in der näheren Umgebung von Antalya. Sie bildeten zur guten, alten Römerzeit die Provinz Lycia et Pamphylia. Damals war die Welt für die Leute dort noch richtig schwer in Ordnung. Ausgenommen natürlich Du warst ein Sklave. Das Land lag mitten im Römischen Kaiserreich. Es gab keine angrenzenden Feinde. Unsere germanischen Vorfahren, der Schrecken von Rom, waren weit weg. Kurz: es herrschte Frieden. Die Ernten waren gut und die Leute verstanden es geschickt, die strategisch günstige Lage am Mittelmeer für den Handel zu nutzen. Es war die Blütezeit der Region. Unser Fahrstuhl fährt los Die Reise begann am frühen Morgen. Wir wurden vom Hotel abgeholt, bestiegen den kleinen Bus und wurden freundlich von einem netten älteren Herrn, dem Reiseleiter, begrüßt. Im Gegensatz zu Deutschland besitzt der Reiseleiter in der Türkei keinen Regenschirm und spricht fließend Englisch. Nach der Begrüßung und der Vorstellung ging es mit dem Bus über die türkische Autobahn mitten rein in die Römerzeit. Perge, wo die Archäologen...

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Antalya – zurück im Westen

Nov 02

Hallo Lässige(r), diesen Sommer verbrachte ich mit Frau und Kind einen tollen Urlaub in der Türkei. Wir besuchten eine Woche lang den kurdischen Teil im Osten des Landes. Danach flogen wir nach Antalya ans Mittelmeer. Dort genossen wir Strand, Sonnenbrand und coole Drinks. Und zwischendurch erkundeten wir noch Stadt und Gegend. Ganz schön stressig. 😉 Von diesem tollen Urlaub gibt es so viel zu berichten, dass ich eine fünfteilige Artikelserie geschrieben habe. Heute ist der vierte Teil an der Reihe. Es geht um Antalya. Hier eine Übersicht über meine Urlaubsberichte: Die Türkei, Gegensätze wohin das Auge blickt Diyarbakir, heimliche Hauptstadt der Kurden Mardin, das Tor nach Mesopotamien Antalya, Touristenmetropole der Türkei Ein Ausflug in die Antiken Städte Perge, Aspendos und Side Warum Antalya völlig anders als der Osten ist Die Millionenstadt Antalya unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von den kurdischen Regionen im Osten, die wir vorher besuchten. Das liegt vor allem am boomenden Tourismus der Mittelmeerstadt, der viel Geld in die städtischen Kassen spült. Antalya ist sozusagen das neue Mallorca. Zudem gilt die Region auch als Kornkammer der Türkei und ist ein großes Anbaugebiet für Baumwolle. All dies spült zusätzliches Geld in die Kassen. Die Unterschiede zu Kurdistan erkennst Du schon am Flughafen. In der Hauptsaison starten und landen hier genau so viele Flugzeuge wie in den beiden Flughäfen der Metropole Istanbul. Der Flughafen ist größer, moderner und einfach anders. Vom Flughafen aus fuhren wir mit einem Taxi in die Stadt. Und auch hier merkten wir gleich einen Unterschied: der Verkehr war eindeutig geregelter. Bei roten Ampeln wurde sogar angehalten. Die Autos waren moderner, meist ohne Risse in der Windschutzscheibe und die Fahrt war teurer. Und dann war da noch ein Unterschied: wir waren jetzt unter Türken – nicht mehr unter Kurden. Unser Flughafen-Taxi teilten wir uns mit zwei freundlichen Türken aus Düsseldorf. Als wir erzählten, dass wir in Diyarbakir waren, kam nur ein abfälliges „aha, bei den Kurden“. Natürlich gibt es in Antalya nicht nur Türken. Die zweitgrößte Volksgruppe in der Stadt sind deutsche Rentner, gefolgt von Russen und Engländern. Stadtrundgang Unser Hotel überzeugte mit einer tollen Lage oberhalb des alten Hafens. Wir wohnten mitten in der historischen Altstadt mit ihren kleinen, engen Gassen. Die Gassen führen vorbei...

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Mardin – Wir besuchen Mesopotamien

Okt 19

Hallo Lässige(r), Provoziert durch das Verhalten der türkischen Regierung im Syrien-Konflikt steht der Osten der Türkei fast wieder vor einem Bürgerkrieg. Das Auswärtige Amt veröffentlichte letzte Woche Reisewarnungen für die Region. In mehreren kurdischen Provinzen gelten Ausganssperren. In Diyarbakir geht das Militär seit einigen Tagen gegen Demonstranten vor. Es gibt Verletzte und Tote auf beiden Seiten. Noch vor einem Monat besuchte ich mit meiner Frau und unserem Sohn diese Region. Damals war alles noch ruhig und friedlich. Ich hoffen es wird bald wieder so sein! Mein Urlaub in Kurdistan und der Türkei Über meinen Türkei-Urlaub gibt es viel zu erzählen. Es ist so viel, dass nicht alles in einen Blogartikel passt. Aus diesem Grund habe ich eine ganze Artikelserie geschrieben: Die Türkei, ein riesiges Land voller Gegensätze Unser Besuch in Kurdistan – Diyarbakir Unser Besuch in Kurdistan – Mardin (dieser Teil) Antalya – ein krasser Gegensatz zum Osten Ein Ausflug in die Antike Und nun viel Spaß mit meinem Reisebericht über die Stadt Mardin. Unser Besuch in Mardin Mit Mardin verbinde ich persönlich zwei Erinnerungen. Erstens die Gastfreundlichkeit der Kurden und zweitens den schlimmsten Durchfall meines Lebens. Die Details zum zweiten Teil möchte ich Dir ersparen. Nur soviel: Ich danke Gott für die Erfindung der Kohletablette. Wieso wir Mardin überhaupt besuchten Mein Schwager ist Kurde. Wir besuchten meine Schwägerin und ihn in Diyarbakir. Kurden legen viel Wert auf Familie. Mehr als die meisten Deutschen. Gerade bei den Kurden ist die Familien auch Teil der sozialen Absicherung. Die Türkei hat nicht so ein soziales Sicherungssystem wie Deutschland. Oder besser gesagt, wie es Deutschland noch hat. Der Kurde trägt mehr Verantwortung gegenüber seiner Familien. Das schweißt zusammen. Ein Teil der Familie meines Schwagers wohnt in Mardin. So kam es also, dass wir die Familie dort besuchten und kennen lernen durften. Mardin – eine riesige Baustelle in karger Landschaft Mit einem Dolmusch, eine Mischung aus türkischem Überlandbus und Taxi, fuhren wir die 90 Kilometer von Dyabarkir nach Mardin. Die Landschaft ist hügelig und karg. Wir fuhren vorbei an vereinzelten kleinen Dörfern, Militärstützpunkten und einem Zeltlager – ich vermute für syrische Flüchtlinge, kann es aber nicht genau sagen. Nach 90 Minuten erreichten wir zur Mittagsstunde völlig durchschwitzt unser Ziel. Die Stadt liegt etwa...

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Diyarbakir – Im wilden Kurdistan

Okt 09

Aus aktuellem Anlass Während ich dies Zeilen schreibe, tobt die Schlacht um die syrische Stadt Kobane. Kobane liegt unmittelbar an der türkischen Grenze. Während die Kurden auf der einen Seite gegen eine Übermacht der IS-Miliz kämpfen, steht die türkischen Armee mit ihren Panzern auf der anderen Seite und schaut tatenlos zu. Der Westen war wie so oft reich mit Versprechungen für die Kurden. Allein die Taten fehlen. Ban Ki Moon, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, ruft die Weltgemeinschaft zum Schutz der Zivilbevölkerung auf. Seine Rufe scheinen irgendwo im Grenzland zwischen Syrien und der Türkei zu verstummen. Die Türkei, immerhin mit den zweitgrößten Streitkräften in der NATO, mag nicht wirklich eingreifen. Vielleicht aus Angst vor Vergeltungsschlägen. Vielleicht, weil sie dadurch indirekt Baschar al-Assad in Syrien unterstützen würde, der ebenfalls gegen die IS-Milizen vorgeht. Vielleicht aber auch, weil sie dann die syrisch-kurdischen Kräfte stärken würde, die mit der gehassten PKK sympathisieren. Was bleibt ist Frust und Enttäuschung bei den Kurden. Dieser Frust entlud sich vergangene Nacht in Ausschreitungen in Diyarbakir und in Mardin. In Diyarbakir gab es mindestens fünf, in Mardin mindestens drei Tote. Also in den beiden Städten, die ich noch vor einem Monat besucht habe und über die ich hier schreiben möchte. Die Kurdenfrage ist nicht einfach zu lösen. Der Kurde ist in erster Linie Kurde und nicht Türke, Syrer oder Iraker. So lange die Welt dies nicht akzeptieren will, wird es in dieser Region keine Ruhe geben. Ich hoffe aus tiefem Herzen, dass dieser Wahnsinn bald ein Ende hat und die Kurden wieder in Frieden leben können. Und jetzt wünsche ich Dir viel Spaß mit meinem Urlaubsbericht. Hallo Lässige(r), Urlaub fetzt. Da kann man was erleben. Ich verbrachte meinen Jahresurlaub 2014 in der Türkei. Zusammen mit meiner Familie. Und es gibt eine Menge zu erzählen. Es ist so viel, dass ich hier, auf meinem Blog, eine kleine Artikelserie dazu geschrieben habe. Die Türkei als Land der Gegensätze Diyarbakir – Im wilden Kurdistan Mardin in Mesopotamien Antalya, die reiche Touristenstadt am Mittelmeer Ein Ausflug in die Zeit der Griechen und Römer Heute geht es also um den zweiten Teil, um Diyarbakir. Der leider verstorbene Peter Scholl Latour nannte sie in seinem letzten Buch Der Fluch der bösen Tat auch...

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Unser Urlaub in einem Land voller Gegensätze – der Türkei

Okt 05

Hallo Lässige(r), der Sommer ist vorbei. Und somit gehört auch die schöne Urlaubszeit schon wieder der Vergangenheit an. Wir flogen im Urlaub in die Türkei, um Land und Leute etwas näher kennen zu lernen. Ich möchte Dich einladen, mit einer kleinen Artikelserie ein wenig mehr über das Land zu erfahren. Zu dieser Serie gehören: Gegensätze! Ein kurzer Überblick über das Land. Unsere Reise ins wilde Kurdistan! Der Abstecher nach Mesopotamien. Antalya, das neue Mallorca. Ein Ausflug in die Zeit der Griechen und Römer. Ein Land voller Gegensätze Die Türkei ist ein Land voller Gegensätze. Das beginnt bei den verschiedenen Volksgruppen, den verschiedenen Landschaften, der Wirtschaftskraft der verschiedenen Provinzen und geht bis hinein in die Geschichte. Und dann ist da noch Istanbul – die größte Stadt Europas! Sie steht auf der einen Seite. Auf der anderen Seite verlassene Dörfer und verarmte Bauern. Natürlich gibt es auch die Gegensätze im Fußball. Das ist wahrscheinlich überall auf der Welt so! Was in Spanien Madrid gegen Barcelona, in England Manchester gegen Liverpool, in Deutschland RB Leipzig gegen den der Rest der Republik ist, das ist in der Türkei Istanbul gegen Istanbul gegen Istanbul. Also Gegensätze wohin das Auge blickt! Schauen wir uns das nun im Detail an. Die Türkei, ein großes Land Die Türkei ist ein ziemlich großes Land. Es ist ungefähr drei Mal so groß wie Deutschland, hat aber dafür ein paar Einwohner weniger, in etwa 76.600.000. Staatsoberhaupt des Landes ist Recep Tayyip Erdogan. Er ist so eine Person wie mein alter Sportlehrer. Entweder Du magst ihn oder Du magst ihn nicht. Dazwischen gibt es ziemlich wenig Raum. Istanbul und der Fußball Erdogan darfst Du aber nicht mit Gündogan verwechseln. Gündogan ist ein deutscher Fußballspieler mit türkischen Wurzeln, der leider beim falschen Verein spielt. Fußball gibt es in der Türkei natürlich auch. Die erste Liga ist die Süper Lig. Dort spielen drei Vereine um die ersten drei Plätze: Galatasaray Istanbul, Fenerbahce Istanbul und Besiktas Istanbul. Die restlichen Plätze werden ausgelost. Auf jeden Fall wird Istanbul Meister. Das ist so ähnlich wie in der DDR. Da wurde immer Dynamo Meister. Ein Jahr BFC Dynamo und ein Jahr Dynamo Dresden. Hauptsache Dynamo. Die meisten Dynamos zur Stromerzeugung werden in der Türkei sowieso in Istanbul...

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Fußball WM in Brasilien und Deutschland ist nun zu Ende

Jul 14

Hallo Lässige(r), die Fußball Weltmeisterschaft ist nun zu Ende und Deutschland ist Weltmeister. Was für ein tolles Endspiel! Meine erste Weltmeisterschaft Ich erinnere mich noch gut an die erste Weltmeisterschaft, die ich als kleiner Steppke mitbekommen habe. Das war 1986 in Mexiko. Unsere Nationalmannschaft scheiterte damals knapp in der WM-Qualifikation. Trotz eines 2:0 Sieges gegen Frankreich schaffte die DDR-Auswahl nur den dritten Platz hinter Frankreich und Bulgarien und musst zu Hause bleiben. Meine Helden hießen damals Minge, Kirsten, Liebers oder Thom. Bei der WM habe ich dann natürlich auf den westdeutschen Klassenfeind gehalten. Das durfte ich aber in der Schule nicht laut sagen. Rummenigge und Co waren ja schließlich die Bösen in unserem kleinen, sozialistischen Weltbild. Und dann hatte ich noch einen weiteren Helden, den Mexikaner Hugo Sánchez. Den fand ich einfach toll. Doch Sánchez begegnete im Viertelfinale Rummenigge und Co und für Mexiko war die WM somit vorbei. Die erste Weltmeisterschaft meines Sohnes Für meinen Sohn war 2014 die erste Weltmeisterschaft, die er mit Interesse verfolgt hat. Er hat viel über Fußball gelernt. Und das ist gut so. Schließlich will er ja bei der Weltmeisterschaft 2030 das DFB-Trikot tragen. Er hielt auf Deutschland und Brasilien. Auf Deutschland, weil das so sein muss und auf Brasilien weil sie so ein tolles Trikot haben. Und dann spielte er natürlich auch selber viel Fußball: im Kindergarten, zu Hause und sonst auch überall. Also Jogi und DFB, für die Zukunft braucht ihr euch keine Sorgen zu machen. Nachwuchs kommt. Grüße,...

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Schnitzeljagd in der Wohnung

Mai 18

Ein verregneter Sonntag Hallo Lässiger, heute war ein verregneter Sonntag. Kein richtiges Wetter um draußen zu spielen. Diese Tage stellen immer eine besondere Herausforderung für Eltern mit kleinen Kindern dar. Die Wohnung bietet nur begrenzte Möglichkeiten, um die Kinder sinnvoll zu beschäftigen, doch es gibt sie. Sicherlich, man könnte die Kinder auch vor die Glotze setzen. Den Kindern würde das mit Sicherheit Spaß machen. Vielen Eltern macht das auch Spaß, weil sie dann ihre Ruhe haben. Ich persönlich mag das nicht. Mein Junge darf abends den Sandmann und danach noch Yakari oder Ritter Trenk gucken, das reicht. Wir leben in einer Zeit der medialen Massenverblödung und ich möchte mein Kind so lange wie möglich davor schützen. Also muss ich mir an verregneten Sonntagen auch mal etwas Neues ausdenken. Heute war es wieder so weit – wir spielten Schnitzeljagd in der Wohnung. Der Auftrag Die Schnitzeljagd begann mit einem Brief an den unbekannten Detektiv. Dieser Brief lag bei uns im Briefkasten. Zusammen mit meinem Sohn und meiner Frau beratschlagten wir, ob wir den Brief öffnen sollen. Er hatte keinen Absender und eigentlich ist von uns dreien auch keiner ein Detektiv. Schließlich wagten wir es und öffneten das Schreiben. Zu unserer Überraschung war der Brief direkt an unseren Sohn gerichtet. Der Inhalt war ein Hilfegesuch. Es ging um die Suche nach einem verloren gegangenen Schatz. Wenn unser Junior den Schatz findet, durfte er die Hälfte davon auch selbst behalten. Hast Du schon mal leuchtende Kinderaugen gesehen? Das sind geniale Momente. Der Kleine hatte angebissen. Die Schnitzeljagd beginnt Der erste Hinweis für die Schnitzeljagd durch unsere Wohnung lag dem Schreiben bei. Unser Kind sollte auf seinem Fotoapparat schauen. Jetzt kam natürlich die erste Abweichung vom Plan, unser Kind wusst nicht mehr, wo er seinen Fotoapparat zuletzt hingelegt hatte. Wir fanden ihn zum Glück dann trotzdem. Darauf war ein Foto, welches nicht von unserem Kind war. Es zeigte eine unserer Stubenpflanzen. Wir wunderten uns, was denn das zu bedeuten hatte. Dann gingen wir zu der Pflanz und da lag eine Banane. Ein wenig verwirrt, überredeten wir unseren Sohn, dass die Banane erst einmal zurück in die Obstschale zulegen, wo sie eigentlich hin gehört. In der Obstschale lag ein Schlüssel, auch der gehörte hier...

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Passierschein A38

Mai 11

Colt Seavers und Asterix Hallo Lässiger, als ich ein Kind war, damals in den 80-er Jahren, schauten wir immer heimlich Westfernsehen. Eigentlich machte das jeder und alle wussten es. Nur darüber reden tat keiner, zumindest kein Erwachsener. Doch zweimal im Jahr – immer dann, wenn meine Klassenlehrerin zum Hausbesuch kam – erhielt ich offizielle Order meiner Eltern, ja kein Westfernsehen zu schauen. Aber das war nicht so einfach. Die Lehrerin kam immer am frühen Abend, immer genau dann, wenn auf ZDF Lee Majors als Ein Colt für alle Fälle das Böse mit tollen Stunts bekämpfte, dabei Autos zu Schrott fuhr und Kinderaugen zum Leuten brachte. Und da wir unserer Klassenlehrer eh jeden Tag berichteten, was bei Colt so alles passiert war, schien mir das Westfernseh-Verbot also unlogisch. Eine andere, tolle Sache aus dem Westfernsehen war Asterix. Dieser kleine Wicht war einfach super. Er hatte ungefähr meine Körpergröße und war schlau wie ein Fuchs. An eine Folge erinnere ich mich besonders gut: Asterix erobert Rom . Das war der Teil mit dem Passierschein A38. *Werbung Asterix ist für die Gallier so etwas wie Herkules für die Römer. Die Geschichte dieser Folge ist daher ähnlich gestrickt: Asterix und sein Spezi Obelix müssen 12 Aufgaben erfüllen. Danach erkennt Cäsar die Göttlichkeit der Gallier an, macht sie zu den Herrschern von Rom und geht mit seiner hübschen Kleopatra in Rente. Passierschein A38 Die achte der 12 Prüfungen der Gallier ist die Prüfung mit dem Passierschein A38. Dabei sollen Asterix und Obelix den besagten Passierschein aus einer bestimmten Präfektur holen, also aus einem römischen Bürgeramt. Doch bei der Präfektur handelt es sich um das Haus, das verrückt macht. Für die beiden gallischen Helden Asterix und Obelix beginnt auf der Suche nach Passierschein A38 eine bürokratische Irrfahrt. Immer wieder werden Sie von einer Behörde zur nächsten geschickt und kommen so dem Wahnsinn nahe. Der Fahrzeugschein in Leipzig Letztens habe ich ein neues Motorrad gekauft. Danach ging ich ins Technische Rathaus von Leipzig, um es anzumelden. Das Leipziger Rathaus kam mir vor wie die verrückt machende Präfektur. Und ich kam mir vor wie Asterix, der seinen Passierschein bekommen wollte. Zuerst ging ich in einen großen Warteraum. Dort teilte ich der netten Empfangsdame mein Anliegen mit. Erste...

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