Die Wikingerburg Fyrkat – von Walhalla aus ein ganz besonderer Anblick

Dez 13

Hallo Lässige(r), Wikingerland Dänemark unseren Sommerurlaub verbrachten wir dieses Jahr in Dänemark. Dänemark ist Wikingerland. Die Wikinger waren ein sonderbares Volk. Sie glaubten an verschiedene Götter, die zu einer Rasse besonderer Wesen gehörten. Die Götter waren halb Riesen, halb Götter und sie waren sterblich. Nirgendwo anders auf der Welt sind die Götter sterblich; gerade deswegen sind sie ja Götter geworden: sie wollen nicht sterben. Wer sterben will bleibt Mensch. Und kaum ein Volk hatte es mit dem Sterben so eilig wie die Wikinger. Das höchste Ziel eines Wikingers war es, möglichst jung im Kampf gegen das Böse zu fallen. Wer an Altersgebrechen oder Krankheit starb, wurde als feige betrachtet und durfte nicht in Walhalla, die Halle der auserwählten Erschlagenen, einziehen. *Werbung Die Wikingerburg Fyrkat bei Hobro Um diese sonderbaren Wikinger besser zu verstehen, fuhren wir nach Hobro. Hobro ist eine kleine Stadt auf Jütland, die über einen Fjord mit der Ostsee verbunden ist. Aufgrund dieser Lage war sie für die – am liebsten früh sterbenden – Wikinger von strategischer Bedeutung. Um das Jahr 980 baute König Harald Blauzahn hier die Wikingerburg Fyrkat. Fyrkat war eine Ringburg. Alle Straßen und Häuser waren symmetrisch angeordnet. Wenn die toten Wikinger von Walhalla auf Fyrkat geblickt haben, muss es für sie wie eine riesige Torte ausgesehen haben. Die Wikinger lebten hier mit ihren Sippen in großen Langhäusern, für die laut Wikipedia bis zu 66 große Eichen gefällt werden mussten. Wikipedia weiß aber auch, dass die Festung nicht lange genutzt wurde. Sie brannte schon nach kurzer Zeit ab. Eichenholz brennt halt gut. Das Wikingerdorf Gut ein Kilometer entfernt von Fyrkat liegt ein Wikingerhof, der zum Museum gehört. Hier backten wir gemeinsam mit unseren Kindern Wikingerbrot und zogen uns lustige Wikingerkleider an. Anschließend machten wir den Wikingerspielplatz unsicher. Wir tobten, lachten und spielten. Ich glaube, hätten uns die alten Wikinger von Walhalla aus zu gesehen, hätten sie erkannt, dass das Leben mehr zu bieten hat als nur zu Kämpfen und früh zu sterben. Beste Grüße, dombim der...

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Mein neues Buch: Bretagne mit Humor

Jun 28

Werbung* Endlich ist es so weit: Mein erstes Ebook ist bei Amazon erhältlich! Hallo Lässige(r), mein Blog ist jetzt schon einige Zeit, ja sogar einige Jahre, online. In dieser Zeit habe ich so einige meiner lustigen Kurzgeschichten veröffentlicht. Nun habe ich mir überlegt, ein paar dieser Geschichten als Kindle Book auf Amazon anzubieten. Ich glaube, ich darf mich jetzt „Autor“ nennen. 😉 Bretagne mit Humor Für mein erstes Buch habe ich die Geschichten über meinen Bretagne-Urlaub komplett überarbeitet und für Dich und andere Leser in einem Werk zusammen gefasst. Die Bretagne lohnt sich allemal für einen schönen Urlaub! In meinem Buch biete ich Dir neben den gewöhnlichen, humorvollen Kurzgeschichten auch ein paar kulturelle Informationen über Land, Geschichte und Leute. Du erfährst unter anderem, wie die bretonische Sprache entstanden ist, warum es in der Bretagne viele herrenlose Hunde gibt und was die Bretagne mit Bayern verbindet. Hier die wichtigsten Infos zu meinem Buch Bretagne mit Humor kurz zusammengefasst: ein kleines Buch mit 10 Kurzgeschichten Du kannst es an einem Tag oder Abend durchlesen es kostet nur 2,99 EUR natürlich in Deutsch Die Geschichten enthalten alle einen wahren Kern und wurden von mir lediglich mit ein wenig Phantasie bereichert 😉 Und jetzt das Beste: Zwischen dem 28. Juni 2015 und dem 02.Juli 2015 ist das Buch kostenlos zu haben! Also greif zu! Und hier ist der Link zu meinem Buch „Bretagne mit Humor“: Bretagne mit Humor: Meine Bretagne-Reise in Kurzgeschichten Bewertung Ich würde mich auch sehr über eine Bewertung, also eine Kundenrezension, auf Amazon freuen. Vielleicht fallen Dir ja ein paar Worte zu meinem Buch ein. Wenn es Dir gefällt, kannst Du auch gerne diesen Artikel bei Facebook oder Twitter teilen. Du brauchst dazu nur den „Share“-Button auf der linken Seite zu drücken. Beste Grüße,...

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Wie ich das Schweizer Geheimnis ums Schwingen lüftete

Jun 14

Jährlicher Besuch im Zürcher Oberland Hallo Lässige(r), wenn Du regelmäßig meine Kurzgeschichten hier im Blog verfolgst, dann weißt Du, dass ich einmal im Jahr in die Schweiz reise und mit neuen Geschichten wieder zurück komme. In der Schweiz besuche ich immer einen guten Freund. Er wohnt im Zürcher Oberland. Am ersten Abend, gleich nach meiner Ankunft, stoßen wir traditionell auf unsere Freundschaft an. Dabei stoßen wir bis tief in die Nacht vor. An den nächsten Tagen erkunden wir gemeinsam das Zürcher Oberland. Dieses Jahr machten wir uns auf, ein uraltes Schweizer Geheimnis zu lüften. Die Schweizer, ein Volk voller Geheimnisse Die Schweiz wird in der ganzen Welt beneidet. Alle Menschen bewundern den Wohlstand, die Unabhängigkeit, die direkten Demokratie und die Schokolade des Alpenlandes. Viele Deutsche und Europäer möchten gerne Schweizer sein. Nur die Schweizer möchten das nicht. Die Schweizer möchten für sich sein. Damit das so bleibt, bauten die Schweizer Barrieren um sich herum auf. Zuerst bauten sie eine geografische Barriere: die Alpen. Als der Deutsche die Alpen endlich bezwang, bauten sie eine neue Barriere: die Wissensbarriere. Der Schweizer Wohlstand basiert auf Wissen. Die Schweizer wissen alles und behalten alles Wissen für sich. In der Schweiz gilt das Bankgeheimnis. Die FIFA, mit Sitz in Zürich, ist der geheimnisvollste und intransparenteste Großkonzern der Welt. Und das geheime Wissen, wie wirklich gute Schokolade entsteht, ist bei den Eidgenossen ebenfalls sicher. Die Schweizer lassen sich nichts sagen und kochen ihr eigenes Süppchen. Das gilt übrigens auch beim Sport. Ich stelle Dir nun einen uralten, geheimen Schweizer Nationalsport vor, den ich bis vor kurzem noch nicht kannte und dessen Geheimnis ich nun lüften werde. Schwingen, der Nationalsport schlechthin Bei unserem diesjährigen Streifzug durchs Zürcher Oberland besuchten wir ein Schwinget. Bei einem Schwinget wird geschwungen. Schwingen ist bei den Eidgenossen sehr beliebt und es gibt unendlich viele Schwinger-Clubs in der Schweiz. Wenn Du jetzt auf schlüpfrige Gedanken kommst, ist das zwar gut für Dein Gedächtnis, denn nach neuesten Erkenntnissen der Gehirnforschung fördern sexuelle Gedanken die Hirnleistung, mit Schwingen haben solche Gedanken aber absolut nichts zu tun. Schwingen ist ein Schweizer Nationalsport. Ich würde es als Ringen im Kartoffelsack bezeichnen. Die Eidgenossen nennen es auch Hosenlupf. Der nationale Schwinger-Meister ist in den Alpen so etwas...

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Warum Sachsen immer noch einen König hat und wie die Wettiner im Mittelalter eine Familiendynastie aufbauten

Mai 31

Werbung* König Stanislaw und seine Wettiner Vorgänger Hallo Lässige(r), ich sitze vorm Fernseher und sehe mir die lokalen Nachrichten an. Es spricht unser Ministerpräsident Stanislaw Tillich. In unserer Familie nennen wir ihn nur König Stanislaw – so wie die beiden Ministerpräsidenten vor ihm auch: König Georg und König Kurt. Vor über 100 Jahren gab es schon mal einen König Georg. 1902 bis 1904 war das. Sachsen war früher ein Königreich. Auch wenn heute Ministerpräsidenten regieren – einmal Königreich, immer Königreich. Im Mittelalter gab es in Sachsen noch keine Könige. Damals herrschte in Thüringen, Sachsen und großen Teilen von Sachsen-Anhalt eine Familiendynastie: die Wettiner. Herrschaftliche Familiennamen Ich finde, Wettin ist ein sonderbarer Familienname. Andere Nachnamen haben eine Bedeutung, klingen logisch und machen Sinn. Obwohl ich nie ein Mädchen war, heiße ich mit Mädchennamen Müller. Wahrscheinlich, weil meine Vorfahren von Beruf Müller waren. Genau kann ich das natürlich nicht sagen und wenn es bei Ahnenforschung nur nach Familiennamen ginge, müsste in Deutschland fünfzig Prozent der Bevölkerung Müller als Vorfahren haben. Ein Freund sagte mal zu mir: „In Deutschland ist Müller kein Name sondern ein Sammelbegriff.“ Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr glaube ich, dass er Recht hat . Wie dem auch sei, die Wettiner können nicht auf einen Beruf als Ursprung ihres Namens zurück greifen. Bei mittelalterlichen Herrscher-Dynastien erinnern die Familiennamen oft an einen berühmten Ahnen. Bei den Karolingern an Karl den Großen, bei den Ottonen an Otto dem Großen. Aber auch in dieses Schema passt der Name Wettin nicht rein. Einen Wettin den Großen hat es nämlich nie gegeben. Die Wettiner verdanken ihren Namen vielmehr einer Burg, die sie sich Anfang des 11. Jahrhunderts unter den Nagel gerissen hatten: und zwar der Burg Wettin, nordöstlich von Halle an der Saale, im heutigen Sachsen-Anhalt gelegen. Doch wie kamen die Wettiner zu ihrer Burg? Mittelalterliche Politik und wie die Wettiner dadurch zu ihrer Burg kamen Als die Wettiner noch keine Wettiner waren, hatten sie keinen Nachnamen, nur Vornamen mit lateinische Nummern. In ihrer Ahnenreihe findet sich beispielsweise ein Dietrich I. Wahrscheinlich war Dietrich der Sohn eines schwäbischen Herzogs und einer Frau aus einem Harzer Adelsgeschlecht. Aber so ganz genau weiß das heute keiner mehr. Die, die es wissen könnten, sind längst...

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Gräfin Cosel und die After-Birne

Mai 17

Die Burg Stolpen Hallo Lässige(r), was macht man im Urlaub? Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Es gibt zwei Arten von Menschen. Die Menschen der ersten Art machen im Urlaub nichts. Die Menschen der zweiten Art reisen im Urlaub umher, schauen sich Sehenswürdigkeiten an und staunen dabei nicht schlecht. Ich gehöre zur zweiten Art. Im letzten Urlaub staunte ich nicht schlecht über die Burg Stolpen. Sie liegt in Sachsen, hat eine bewegte Geschichte, eine Mätresse des Königs und eine After-Birne. Ich erzähle Dir zuerst über die Geschichte. Die Geschichte der Burg Stolpen im Zeitraffer Die Burg begann ihre Laufbahn als Nebenresidenz der Meißner Bischöfe. August, der Kurfürst von Sachsen, riss sich die Burg Stolpen im 16. Jahrhundert unter den Nagel. Grund war eine Fehde, also ein Privatkrieg zwischen seinem Stallmeister und dem Meißner Bischof. Als oberste Instanz des Fürstentums musste der Kurfürst die Fehde schlichten. Schon damals galt: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. In diesem Fall der Kurfürst. Zur Strafe für die Zankerei musste der Meißner Bischof Stolpen an ihn abtreten. August baute die Burg gleich mal in ein hübsches Renaissanceschlösschen um, nutzte es als Jagdschloss und ließ es sich gut ergehen. Dann kam der 30-jährige Krieg. Diesen hat das Schloss trotz Belagerung gut überstanden und wurde anschließend, ab 1675, zur Festung umgebaut. Fast 100 Jahre später, 1756, war es dann vorbei mit der Herrlichkeit. Der Stolpener Kommandant war das erste Blutopfer des siebenjährigen Krieges. Das war aber weniger dramatisch als es sich anhört. Im Prinzip befand sich die sächsische Besatzung im Dämmerzustand, als die Preußen überraschend und vorerst ohne Blutvergießen die Burg einnahmen. Mit vorgehaltener Waffe forderten die Angreifer den Kommandanten auf, die Festung zu übergeben. Dabei löste sich aus Versehen ein Schuss und der Kommandant wurde am Arm verletzt – so zumindest wird die Geschichte den Touristen auf der Burg verkauft. Wie „aus Versehen“ im Bezug auf eine kriegerische Auseinandersetzung zu interpretieren ist, überlasse ich dabei jedem selbst. Danach ist die Burg allmählich in sich zerfallen. Nach der Wende nahm sich der neu gegründete Freistaat Sachsen der Burg an, eröffnete ein Museum und präsentiert die Ruine nun seinem Volk, also uns. Die Burg hat schon viele Höhen und Tiefen erlebt. Das...

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Warum die Kiwara-Kopje im Zoo Leipzig nichts für Seepferdchen ist

Mai 10

Zoo-süchtig Hallo Lässige(r), es war ein typischer Freitagabend. Zu dritt lungerten wir auf unserem ausgezogenen Sofa und schauten Elefant, Tiger & Co.* im Fernsehen. Die Sendung mit den News des Leipziger Zoos ist für uns seit langem ein Muss. Ich bin Zoo-Geschädigt seit ich meine Frau kennen gelernt habe. Frisch verliebt und Händchen haltend besuchten wir damals den Zoo. Mir fiel auf, dass die Bratwurst im Zoo anders schmeckt wie in meiner Thüringer Heimat. Ich glaube, in der Zoo-Bratwurst steckt eine geheime Zutat. Diese Zutat macht Zoo-süchtig. Seitdem muss ich immer wieder kommen. Mein Sohn mag Bratwurst noch mehr als ich. Auch er will immer wieder in den Zoo. Ich selber bin bei Zoo-Essen auf sächsische Linsensuppe umgestiegen. Aber scheinbar ist auch im Rezept der Linsensuppe diese Droge enthalten. Ich bleibe Zoo-süchtig. Seepferdchen-Pate Wir lagen also vor dem Fernseher und sahen, dass der neue Teil der Afrika-Savanne, die Kiwara-Kopje, eröffnet wurde. Wir entschlossen uns, am nächsten Tag diese neue Sehenswürdigkeit unseres Zoos zu begutachten. Im Zoo angekommen, besuchten wir jedoch zuerst die Seepferdchen. Seit einem halben Jahr bin ich Seepferdchen-Pate. Eine offizielle Urkunde vom Förderverein des Leipziger Zoos weist mich für 12 Monate als Pate zweier Tiere aus. Der erste Besuch nach der Ausstellung des Patentbriefes war etwas enttäuschend. Das Becken wirkte ungepflegt und wurde von nur einem Seepferdchen bewohnt. Warum trage ich ein Jahr lang die Kosten für zwei Seepferdchen, wenn es nur eins gibt? Die einzige Antwort, die mir einfiel, war die rückwärtige Tierhaltung. Der Zoo Leipzig hält viele Tiere vor den Augen der Besucher versteckt. Dafür gibt es genügend Gründe: zur Eingewöhnung, bei Krankheiten oder bei defektem Gehege. Warum meine Seepferdchen versteckt wurden, wusste ich nicht. Aber es hatte schon seinen Grund. *Werbung Beim zweiten Besuch war ich schockiert. Das Becken war leer. Keine Seepferdchen. Im ersten Moment wollte ich zum Kurator rennen, meine Patenschaft auflösen und das Geld zurück verlangen. Dann las ich den Zettel, der am Rande des Aquariums klebte: „Dieses Becken wird in Kürze neu gestaltet.“ Etwas Hoffnung keimte in mir. Ich belästigte den Kurator vorerst nicht. Beim dritten Besuch war das Becken neu eingerichtet. Meine Wut auf den Kurator wich Erleichterung und ich genoss den Anblick meiner Seepferdchen in einer schönen, sauberen...

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Warum Urlaubsbilder manchmal nicht das zeigen, was sie sollen

Mai 03

Urlaub im Elbsandsteingbebirge Hallo Lässige(r), Urlaub ist eine tolle Sachen! Wir fahren jedes Jahr im Frühling in einen Kurzurlaub. Endlich mal entspannen, das kulturelle Erbe unserer Vorfahren begutachten und sich auch einmal mehr als normal bewegen. Ein toller Kontrast zu acht Stunden Schreibtisch mit Kaffee, Cola und unzähligen Süßigkeiten! Dieses Jahr besuchten wir das Dresdner Umland mit dem Elbsandsteingebirge, die so genannte Sächsische Schweiz. Zur Erinnerung an ein paar wirklich schöne Tage habe ich eine Menge Urlaubsbilder geschossen. Schloss Moritzburg Auf dem ersten Bild siehst Du Schloss Moritzburg, bei Dresden. Besonders der Eingangsbereich im Hintergrund faszinierte mich. Wie findest Du ihn? Das Fasanenschlösschen beim Schloss Moritzburg In der Nähe der Moritzburg liegt das Fasanenschlösschen. Hinten rechts unter der Tanne steht ein Fasan, kannst Du ihn sehen? Der Fürstenzug zu Dresden Der Fürstenzug zu Dresden zeigt die Ahnen der Wettiner, des berühmten sächsischen Adelsgeschlechtes. In der kleinen Gruppe kurz vorm Ende des Zuges erkennst Du Wilhelm Walther, den Schöpfer des Fürstenzuges. Schloss Pillnitz Schloss Pillnitz ist das Lustschloss des Dresdner Hofes gewesen. Schaue Dir mal die feinen Arbeiten im Hitergrund am rechten Eingangsbereich an. Hier siehst Du eine Aufnahme, die den Park des Schlosses zeigt. Im Hintergrund erkennst Du eine steinerne Vase von Thaddäus Ignatius Wiskotschill, wie Du an der Inschrift im Sockel unschwer erkennen kannst. Die Festung Königstein Der Zugang zur Festung Königstein. Dieses Bild ist auf der Festungsmauer entstanden. Zentral im Hintergrund steht ein Soldaten in alter sächsischer Uniform. Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz Bad Schandau ist ein kleines verschlafenes Städtchen an der Elbe, mitten in der sächsischen Schweiz. Stadt Wehlen im Elbsandsteingebirge Idyllisch am Fuße der Bastei und ebenfalls an der Elbe liegt die Stadt Wehlen. Wehlen liegt an einem Radweg. So ist es nicht erstaunlich, dass sich hier auch eine Radfahrer-Kirche befindet, wie Du unschwer auf dem großen Banner rechts neben dem Kircheneingang erkennst. Beste Grüße,...

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Was Wayne Rooney mit einem Ritter des Mittelalters gemeinsam hat

Apr 26

Werbung* Hallo Lässige(r), meine Gedanken kreisen gerade durch die Zeit zwischen dem 4. und dem 14. Jahruhundert, ich bin gefangen im Mittelalter. Und da ich schon einmal dort bin, will ich Dir aus diese Zeit ein wenig berichten. Und wenn Du glaubst, das Mittelalter war eine romantische Zeit, dann lies den Text bitte bis zum Schluss. Zudem erfährst Du verrückte Dinge, die Du garantiert noch nicht gewusst und die Du in der Schule so nie gelernt hast! Ich bin von dieser verrückten Zeit so vereinnahmt, dass ich einen Doppelartikel über das Mittelalter geschrieben habe. Letzte Woche veröffentlichte ich den erste Teil, in dem Du erfahren kannst, warum das Mittelalter in Dippoldiswalde beginnt und dass England von Franzosen regiert wurde, die eigentlich Wikinger waren. Heute kannst Du den zweiten Teil lesen und Du wirst unter anderem erfahren, was die Leiche eines englischen Ritters aus dem 14. Jahrhundert mit dem Fußballstar Wayne Rooney gemeinsam hat. Das Ständesystem des Mittelalters In der Schule hast Du das Ständesystem des Mittelalters gelernt, auch wenn Du davon heute nichts mehr weißt. Das Ständesystem der Schule bestand aus dem Adel, der Geistlichkeit und den Bauern. Mir ist das zu oberflächlich. Wenn ich es mir recht überlege, gab es noch mehr Stände. Meine Vorstellung der Stände ist in etwa so aufgebaut: Hochadel, Geistlichkeit, Ritter und niedriger Adel, Handwerker, Huren und Bauern. Der Hochadel war die Elite der Elite. Diese feinen Herren beschäftigten sich mit dem großen Ganzen, mit Politik. Die Politik bestand meist aus großen und kleinen Festen, bei denen viel Wein getrunken und die Magd begrabscht wurde. Die Geistlichen beteten und tranken Wein. Wenn ein Geistlicher nicht von adliger Herkunft war, musste er das Weintrinken gegen Arbeiten eintauschen – Ora et labora. Durch die Entwicklung der Städte schritt die Spezialisierung im Handwerk voran. Neue Berufe entstanden, ohne die die Welt nicht mehr vorstellbar gewesen wäre: Elfenbeinschnitzer, Goldschmied und Seidenweberin. Dazu blühte eine jahrhundertealte Dienstleistung neu auf: die des horizontalen Gewerbes. Während des ersten Kreuzzuges im 11. Jahrhundert sollen dem französischem Heer über 1000 Huren gefolgt sein und in den Städten entstanden Badestuben, die als heimliche Bordelle galten – und es wahrscheinlich auch waren.[1] Nur bei den Bauern blieb alles beim Alten. Sie verrichteten schwere körperliche Arbeit...

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Das Mittelalter beginnt in Dippoldiswalde

Apr 19

Werbung* Hallo Lässige(r), ich hatte es angekündigt: Dieses Jahr begebe ich mich thematisch auf eine Reise tief ins Mittelalter! Wenn Du mit mir kommst, lernst Du viele kuriose Dinge. Versprochen! Da die Reise zurück ins Mittelalter mehrere Jahrhunderte dauert, was im hektischen 21. Jahrhundert ziemlich lange ist, habe ich sie in zwei Artikel aufgeteilt. Heute startet die Reise. Sie führt uns von Dippoldiswalde über Jerusalem bis in die Mongolei. Nächste Woche geht die Reise dann weiter zu einem englischen Ritter, der an Wayne Rooney erinnert. Doch zu einer erfolgreichen Reise gehört erst einmal eine gründliche Vorbereitung! Vorbereitung auf die Zeitreise ins Mittelalter Damit ich fachlich gut auf das Mittelalter eingestimmt bin, habe ich mein Schulwissen durch die Literatur zweier Fachbüchern aufgefrischt und bereichert. Zum Einen handelt es sich dabei um das Spielgel-Sonderheft „Die Menschen im Mittelalter“. Und zum Anderen um das Buch „Die Staufer und ihre Zeit: Leben im Hochmittelalter“. Soviel kann ich durch das Lesen dieser beiden Werke schon mal vorweg nehmen: Das Mittelalter war nicht dunkel, sonder bunt und von unglaublicher Weisheit! Was in den beiden Werken für verrückte Sachen drin stehen, wirst Du kaum glauben! Das Mittelalter beginnt in Dippoldiswalde „Der Weg ins Mittelalter führt über einen Parkplatz am Rande der sächsischen Kleinstadt Dippoldiswalde, vorbei an einem Dixi-Klo.“ [1] Als ich das las, war das für mich eine riesige Überraschung! Eigentlich meint der Autor, dass es dort in einen mittelalterlichen Stollen geht. Dennoch assoziierte ich Dippoldiswalde noch nie mit dem Mittelalter. Doch schnell lernte ich, dass geografisch das so genannte dunkle Mittelalter bunt durcheinander gemischt war. Auf Sizilien lebten beispielsweise Wikinger. In England herrschten Franzosen die aber keine wirklichen Franzosen, sondern ebenfalls Wikinger waren. Der Norden von Frankreich war englisch, weil da die Franzosen herkamen, denen England gehörte und die gar keine richtigen Franzosen sondern Wikinger waren. In Italien herrschte der Deutsche Kaiser Friedrich II (1194 bis 1250), der gleichzeitig König von Jerusalem war. In Osteuropa begann die Mongolei und Amerika gab es noch gar nicht. Kaum zu glauben, oder? Aber an was glaubten die Leute im Mittelalter eigentlich? Ich erkläre es Dir im nächsten Abschnitt. Kaum zu Glauben Glauben und Religion spielten im Mittelalter eine sehr wichtige Rolle, egal ob Du Bergmann in Dippoldiswalde oder...

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Auf auf zu neuen Ufern!

Apr 05

Hallo Lässige(r), drei Monate hat mein Blog nun geruht. Da wird es Zeit, dass hier mal wieder etwas passiert und die Seite aus dem Winterschlaf erwacht. Heute gebe ich Dir eine kleine Vorschau auf das, was Dich die Blog-Saison 2015 alles erwartet. Ein Thema für das Jahr 2015 Ich habe beschlossen, dieses Jahr einem Thema zu widmen. Ich habe mich für das Mittelalter entschieden. Das Mittelalter passt gut zu mir. Laut statistischem Bundesamt betrug die Lebenserwartung 2011 für sächsische Männer 77,29 Jahre. Für bayerische Männer betrug sie 78,31 Jahre und für Männer aus Baden-Würtember 79,15 Jahre. Im Gegensatz zu den Gehältern haben wir Ossis hier also schon ganz schön aufgeholt. In Sachsen werde ich also nicht ganz so reich und muss mit meiner kleineren Rente wohl auch früher ins Gras beißen als in Bayern. Dafür kann ich mit meinen 36 Jahren schon bald Bergfest feiern – früher als in Bayern. Aber egal ob Sachsen oder Bayern, ich bin im Mittelalter angekommen! Einen weiteren Grund für das Thema Mittelalter liefert mein Sohn. Er ist noch immer wie gefesselt von der Welt der Ritter und Burgen. Wir müssen jeden Mittelaltermarkt im Umkreis von 200 Kilometern besuchen, fahren auf Burgen und in alte Städte. Wenn mein Sohn ein Bild malt, ist das Thema entweder Fußball, Ritterburg oder Fußball spielende Ritter. Sein Kinderzimmer gleicht einer Waffenkammer. Dort haben sich mittlerweile fünf Schwerter, ein Säbel, eine Armbrust, drei Bögen, ein Morgenstern, eine Lanze, zwei Schilde und ein Laserschwert angesammelt. Das Thema Mittelalter prägt somit unser familiäres Zusammenleben und wird sich deswegen in vielen Geschichten wieder finden. Neue Kategorie „Lesepause“ Ich habe eine neue Kategorie auf meinem Blog erstellt und sie „Lesepause“ genannt. Hier findest Du Buchempfehlungen für kleine Zuhörer und große Leser. Stadt, Land Fluß In der Kategorie Stadt Land Fluss kommt dieses Jahr einiges zum Lesen auf Dich zu! Im März war ich ein verlängertes Wochenende im Harz. Ich besuchte die hübsche, mittelalterliche Stadt Quedlinburg und eine weitere Stadt, in der es keine Banken gibt. Im April ist eine Woche Urlaub in der Sächsischen Schweiz geplant. Dort gibt es viel zu entdecken, unter anderem eine Festung aus dem Mittelalter. Von den Sächsischen Schweizern geht es dann im Mai zu den Schweizer Schweizern. Ich...

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