Mit Thüringer Klößen fit bleiben

Apr 28

Hallo Lässige(r), heute kannst Du mal wieder eine alte, aufgefrischte Kurzgeschichte lesen. Die erste Version hatte ich schon vor zwei Jahren auf meinem alten Blog geschrieben. Nun habe ich den Geschichte ein wenig restauriert. Viel Spaß beim Lesen. Das Alter Ich bin Anfang dreißig, ja 34 ist für mich noch Anfang dreißig. Es ist ja alles eine Frage des Betrachtens. Für die Gesundheit ist Anfang dreißig ein schwieriges Alter. Man denkt über eine Zahnzusatzversicherung nach – natürlich ohne Ergebnis, man braucht neue, weitere Hosen, überall zwickt es und es plagen einem viele kleine Auawehs. Arztbesuche Letztens war ich beim Arzt. Dort bin ich ab und zu wegen meines Blutdrucks. Der ist zu hoch. Da sagt meine Ärztin: “Eigentlich müssten Sie wegen des Blutdrucks auch einmal im Jahr zum Augenarzt, den Augendruck kontrollieren.” Also holte ich mir einen Termin beim Augenarzt. Dann sagte meine Ärztin: “Sie sind jetzt Anfang dreißig, da müssten Ihre Impfungen überholt werden.” Also darf ich nun impfen lassen: Keuchhusten, Wundstarrkrampf und Diphtherie. Bei Wunsch auch Zecken, Grippe, Trallala. Jetzt hatte ich Angst, sie würde sagen, ich müsse zum Frauenarzt weil meine Frau schon über 30 ist. Doch diese Überweisung blieb mir erspart und mir fiel ein Stein vom Herzen. Dennoch kam ich mir wie ein “Krankenkassentourist” auf Kreuzfahrt vor: von einem Arzt zum nächsten. Und dabei hatte ich meine akuten Rückenschmerzen gar nicht erst erwähnt, ich hatte einfach Angst vor dem, was da noch kommen könnte. Sport Früher habe ich viel Sport getrieben. Früher war ich topfit und kerngesund. Danach ist das irgendwie weniger geworden. Ich wurde einfach zu bequem. Aber ich wollte im neuen Jahr wieder mehr Sport treiben. Das habe ich ja bereits Anfang Januar geschrieben. Thüringer Klöße Für heute hatte ich mir vorgenommen, wieder ein wenig zu joggen. Doch heute morgen habe ich den Plan zugunsten meiner bequemen Couch aufgegeben. Man muss halt Prioritäten setzen. Dann, gegen 10 Uhr, schaute mich meine Frau an und sagte: “So, jetzt reicht es! Wenn du dich aufraffelst und läufst, mache ich dir heute Mittag auch Thüringer Klöße. Wenn du nicht läufst, gibt es Knödel aus der Tüte.” HILFE! Tüten-Knödel! Und dass am Sonntag! So schnell wie heute bin ich noch nie in meine Trainingsklamotten geschlüpft. Zwar...

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Drachenkämpfer

Apr 14

Hallo Lässige(r), heute habe ich für Dich mal so etwas wie ein kleines Märchen, es heißt „Der Drachenkämpfer“. Und los gehts… Es war einmal vor langer, langer Zeit. In einer Zeit, in der sich noch Henne und Ei stritten, wer zuerst da war. In einer Zeit, in der die Erde noch eine Scheibe und der Mond eine Quarktorte war… Zu jener Zeit lebten in einem fernen Fürstentum der edle Ritter Dominik und sein tapferer Sohn. Die Menschen im Fürstentum waren sehr glücklich. Sie hatten alles, was sie zum Leben brauchten: Fußball, Frauen, Bier und eine Wii. Alle waren glücklich, übergewichtig und zufrieden. Doch eines Tages verdunkelte sich der Himmel. Es war Nacht geworden. Aus der Ferne erklang der schreckliche Schrei eines angreifenden Drachen. Dabei handelte es sich aber nicht um irgendeinen Drachen. Nein, es war der gefürchtete Drachenfürst Karl Friedrich August vom Finsterberg. Zuerst flog er zum Strohhaus des jüngsten Schweinekindes, spie Feuer und setzte es in Brand. Das kleine Schweinchen floh zum Holzhaus seines Bruders. Doch auch dieses wurde Opfer des feuerspuckenden Ungetüms. Danach flohen die beiden Schweinchen zum Steinhaus des ältesten Bruders. Auch hier versuchte der Drache seine Feuerkunst. Doch das Haus hielt stand. Vor lauter Wut flog der Drachen zum Haus der alten Geiß. Zwischendurch zündete er noch schnell den Stadtwald an. Die Geiß war nicht zu Hause. Nur ihre Kinder waren da. Der Drachenfürst verschlang sie alle mit Haut und Haar. Nur das kleinste Geißlein fraß er nicht. Es versteckte sich im Uhrenkasten. Danach fraß das finstere Ungeheuer das Rotkäppchen samt Großmutter, Jäger, Wolf und der Quarktorte die auf dem Tisch stand. Vollgefressen und zufrieden flog der Drachen wieder davon. Am nächsten Morgen machten sich der mutige Ritter Dominik und sein viel mutigerer Sohn auf den Weg zum Finsterberg. Der Drachenfürst musste besiegt werden! Das Schicksal der ganzen Nation lastete auf den Schultern der beiden Helden. Der junge Ritter auf dem Weg zum bösen Drachen. Am Finsterberg angekommen, ging der Sohn erst einmal zur Bratwurstbude und bestellte sich eine gute Thüringer. Was sein muss, muss sein. Frisch gestärkt schritten die Helden zum Eingang der Drachenhöhle und riefen: „So komme er heraus, der wilde Drache! Stelle er sich dem Kampfe!“ Nichts geschah. Der Drachenfürst hatte letzte...

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